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KI-GESTÜTZTE DOKUMENTATION

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Architektur der Systemeinstellungen

OV10i Hinweis

Die OV10i unterstützt ausschließlich Klassifikationsmodelle. Die auf dieser Seite erwähnten Segmentierungsfunktionen sind auf den Kameras OV20i und OV80i verfügbar.

Diese Seite erläutert die hierarchische Struktur und Organisation aller Systemkonfigurationselemente der OV10i und zeigt, wie die verschiedenen Einstellungsebenen zusammenwirken, um ein kohärentes Vision-System zu bilden.

Überblick der Konfigurationsarchitektur

Dreistufige Konfigurationshierarchie

Die OV10i organisiert die Einstellungen in drei verschiedene architektonische Ebenen:

Konfigurationsebenen:

  • Gerätespezifische Einstellungen – Hardware- und Systemgrundlage
  • Rezept-spezifische Einstellungen – inspektionsspezifische Konfigurationen
  • Globale Systemeinstellungen – rezeptübergreifende, gemeinsame Ressourcen und Richtlinien

Konfigurationsumfang und Vererbung

Beziehungen zwischen Einstellungen:

  • Geräteeinstellungen bilden die Grundlage für alle Vorgänge
  • Rezepteinstellungen erben Gerätefunktionen, definieren jedoch spezifische Verhaltensweisen
  • Globale Einstellungen wenden systemweite Richtlinien an, die alle Rezepte betreffen
  • Das aktive Rezept bestimmt die aktuelle Betriebskonfiguration

Grundlage der gerätespezifischen Einstellungen

Hardware-Konfigurationsebene

Konfiguration des physischen Systems:

  • Netzwerkidentität – IP-Adressierung, Subnetz-Konfiguration, Protokollzuweisung
  • Digital-I/O-Zuweisung – NPN/PNP-Logik, Trigger-Eingänge, Statusausgänge
  • Energieverwaltung – 19–24-VDC-Eingangskonfiguration, Überhitzungsschutz
  • Port-Konfiguration – M12-Ethernet, Micro-USB-Notfallzugriff, serielle Kommunikation

Systemidentität und Sicherheit

Geräteweite Authentifizierung:

  • Benutzerverwaltung – Berechtigungsstufen Engineer/Supervisor/Operator
  • Zugriffskontrolle – Authentifizierungsanforderungen und Sitzungsverwaltung
  • Geräteidentität – Seriennummern, Software-Versionierung, Aktivierungsstatus
  • Notfallzugriff – Micro-USB-Wiederherstellungsverfahren und Bypass-Methoden

Firmware- und Softwarearchitektur

System-Software-Ebene:

  • Kern-Systemdienste – Kamerasteuerung, KI-Verarbeitung, Netzwerkkommunikation
  • Node-RED-Plattform – rezeptspezifische Automatisierungs-Workflows (Node-RED ist in jedem Rezept enthalten)
  • Update-Verwaltung – Software-Versionskontrolle und Upgrade-Verfahren
  • Systemüberwachung – Health Checks, Diagnoseberichte, Fehlerbehandlung

Versionsverwaltung:

  • Rezeptkompatibilität – Ältere Rezepte können auf neueren Softwareversionen geöffnet werden
  • Versions-Upgrade – Beim Speichern werden Rezepte automatisch auf die aktuelle Softwareversion aktualisiert
  • Downgrade-Einschränkungen – Software-Downgrades erfordern Support-Hilfe und löschen alle Kameradaten
hinweis

Rezept-Ebenen-Konfiguration

Hierarchie der Inspektionskonfiguration

Rezeptspezifische Einstellungen:

  • Bildgebungsparameter – Belichtung, Fokus, Objektiveinstellungen, Beleuchtungskonfiguration
  • Template und Ausrichtung – Pattern-Matching-Setup, Konfidenzschwellen, Suchbereiche
  • KI-Modellauswahl – Klassifikation vs. Segmentierung, Trainingsmodi, Genauigkeitseinstellungen
  • Triggering-Konfiguration – Trigger-Modi Manuell, Hardware, PLC, Aligner oder Intervall

Verwaltung des Rezeptstatus

Aktive vs. inaktive Konfiguration:

  • Einzelnes aktives Rezept – Es ist immer nur ein Rezept gleichzeitig aktiv
  • Rezeptwechsel – Aktivierungs-/Deaktivierungsverfahren und Änderungen des Systemzustands
  • Konfigurationsvalidierung – Kompatibilitätsprüfungen der Einstellungen und Fehlererkennung
  • Rezeptabhängigkeiten – Template-Bilder, Trainingsdaten und Modellanforderungen
  • Node-RED-Integration – Jedes Rezept enthält seine eigenen Node-RED-Automatisierungs-Workflows

Architektur des Inspektions-Workflows

Rezept-Ausführungspipeline:

  • Trigger-Verarbeitung – Verarbeitung von Eingangssignalen und Auslösen der Bildaufnahme
  • Bildaufnahme – Kamerasteuerung und Aufnahmeverfahren
  • KI-Verarbeitung – Modellausführung und Ergebnisgenerierung
  • Ausgabekommunikation – Übermittlung der Ergebnisse über Digital-I/O, PLC und HMI

Globale Systemeinstellungen

Rezeptübergreifende gemeinsame Ressourcen

Systemweite Datenverwaltung:

  • Library-Speicherung – Verlauf der Bildaufnahmen mit automatischer Bereinigung bei vollem Speicher
  • Speicherverwaltung – SD-Karten-Zuweisung, Aufbewahrungsrichtlinien, Löschung nach Älteste-zuerst-Prinzip
  • Schutz der Trainingsdaten – Trainingsbilder werden unabhängig von Speicherbeschränkungen erhalten
  • Datenexport/-import – Rezept-Backup, -Wiederherstellung und -Übertragung
  • Systemprotokolle – Diagnosedaten, Fehlerverfolgung und Leistungsüberwachung
  • Speicherung kleiner Dateien – Die Kamera kann kleine Referenzdateien (CSV usw.) für den Node-RED-Zugriff speichern

Speicherhierarchie:

  • Trainingsdaten – Höchste Priorität, werden niemals automatisch gelöscht
  • Aktuelle Aufnahmen – Neueste Bilder werden zuerst bewahrt
  • Älteste Aufnahmen – Werden automatisch gelöscht, wenn der Speicher nahezu voll ist
  • Referenzdateien – Kleine Dateien für Node-RED-Workflows (müssen klein bleiben)

Kommunikation und Integration

Konnektivität zu externen Systemen:

  • Netzwerkprotokolle – Konfiguration von Ethernet/IP, Profinet, TCP-Kommunikation
  • Industrielle Integration – PLC-Kommunikationsparameter und Datenaustauschformate
  • Node-RED-Workflows – Rezeptspezifische Automatisierungslogik und Integration in Drittanbietersysteme
  • Fernüberwachung – Web-Interface-Zugriff und Diagnosefunktionen
  • Dateizugriff – Kleine Referenzdateien (CSV usw.) für Node-RED-Workflows zugänglich

Systemweite Richtlinien

Betriebsführung:

  • Standardverhalten – Fallback-Einstellungen und Fehlerbehandlungsverfahren
  • Leistungsoptimierung – Zuweisung von Systemressourcen und Verarbeitungsprioritäten
  • Wartungspläne – Automatisierte Bereinigung, Health Checks und Systemvalidierung
  • Datenaufbewahrung – Archivierungsrichtlinien, Speicherlimits und Datenlebenszyklusmanagement

Konfigurationsverwaltung

Persistenz und Wiederherstellung von Einstellungen

Architektur des Konfigurations-Backups:

  • Rezept-Export/-Import – Individuelles Rezept-Backup und -Wiederherstellung
  • Systemkonfiguration – Erhalt der gerätespezifischen Einstellungen
  • Werksreset – Vollständige Systemwiederherstellung auf den Standardzustand
  • Notfall-Wiederherstellung – USB-basierter Konfigurationszugriff und Reparatur

Versionskompatibilität:

  • Software-Updates – Migration der Einstellungen bei System-Upgrades
  • Behandlung von Rezeptversionen – Ältere Rezepte werden auf neuerer Software geöffnet, beim Speichern wird die Version aktualisiert
  • Downgrade-Einschränkungen – Software-Downgrades erfordern Support-Hilfe und löschen alle Daten
  • Abwärtskompatibilität – Unterstützung von Legacy-Konfigurationen mit automatischer Versionskonvertierung

Änderungsverwaltung und Validierung

Konfigurationskontrolle:

  • Änderungsverfolgung – Änderungsverlauf und Audit-Trails
  • Validierung der Einstellungen – Konflikterkennung und Kompatibilitätsprüfung
  • Rollback-Verfahren – Wiederherstellung nach fehlgeschlagenen Konfigurationsänderungen
  • Test-Workflows – Konfigurationsvalidierung und Leistungsüberprüfung

Konsistenz des Systemzustands

Architektonische Integrität:

  • Konfigurationsabhängigkeiten – Ebenenübergreifende Einstellungsbeziehungen und Validierung
  • Ressourcenzuweisung – Verwaltung von Systemressourcen über alle Konfigurationsebenen hinweg
  • Leistungsauswirkungen – Einstellungsänderungen und deren Auswirkungen auf die Systemleistung
  • Betriebskontinuität – Konfigurationsänderungen ohne Produktionsunterbrechung

Matrix der Konfigurationsprioritäten

EinstellungskategorieGeräteebeneRezeptebeneGlobale EbeneOverride durch aktives Rezept
Netzwerkidentität✅ Primär❌ N/A❌ N/A❌ N/A
Benutzerberechtigungen✅ Primär❌ N/A❌ N/A❌ N/A
BildgebungsparameterHardware-Grenzen✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
KI-Modellauswahl❌ N/A✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
Trigger-KonfigurationHardware-Fähigkeit✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
DatenspeicherungHardware-KapazitätNutzung✅ Primär❌ N/A
KommunikationsprotokolleSchnittstellenkonfig.Rezeptdaten✅ PrimärRezeptdaten

🔗 Siehe auch