KI-GESTÜTZTE DOKUMENTATION
Was möchten Sie wissen?
Schritt 1: Bildeinstellungen (OV20i)
Bevor die KI etwas inspizieren kann, muss die Kamera ein sauberes, konsistentes Bild erfassen. In diesem Schritt wird konfiguriert, wie die Kamera Fotos aufnimmt.
Denken Sie an das Wasserfallprinzip: Alles Nachgelagerte hängt von diesen Einstellungen ab. Wenn Sie die Bildeinstellungen später ändern, müssen Sie Ihr Template-Bild neu aufnehmen, die Ausrichtung erneut durchführen und gegebenenfalls Ihr KI-Modell neu trainieren. Machen Sie es jetzt richtig.
Imaging-Setup öffnen
Klicken Sie in Ihrem Recipe-Editor auf Configure Imaging. Platzieren Sie Ihr Teil im Sichtfeld der Kamera. Sie sehen die aktuelle Kameraansicht mit Ihren angewendeten Einstellungen.

Die wichtigsten Einstellungen
Fokus
Der OV20i verfügt über einen softwaregesteuerten motorisierten Fokus. Stellen Sie ihn über den Schieberegler im Imaging-Panel ein, bis die Kanten klar und scharf erscheinen. Verwenden Sie ein Ziel mit klaren Kanten (z. B. ein Lineal oder das Teil selbst) als Referenz.

Belichtung (ms)
Wie lange der Sensor pro Aufnahme dem Licht ausgesetzt wird.

- Höhere Belichtung = helleres Bild, aber mehr Bewegungsunschärfe, wenn das Teil sich bewegt
- Niedrigere Belichtung = schärferes Bild, aber dunkler (eventuell mehr Beleuchtung erforderlich)
- Beginnen Sie in der Mitte und passen Sie an, bis das Bild ohne Unschärfe richtig ausgeleuchtet ist
Gain
Digitale Helligkeitsverstärkung (vergleichbar mit ISO bei einer normalen Kamera).
- Höherer Gain = heller, aber rauschiger (körnig)
- Niedrigerer Gain = sauberer, aber benötigt gute physische Beleuchtung
- Faustregel: Korrigieren Sie die Helligkeit zunächst über Beleuchtung und Belichtung. Verwenden Sie Gain als letzte Option.
Objektivverzeichnungskorrektur

Weitwinkelobjektive (insbesondere 4–6 mm) verzerren gerade Linien in der Nähe der Bildränder. Diese Einstellung korrigiert diese Verzeichnung, sodass die KI eine genaue Geometrie sieht.
Verwenden Sie sie, wenn: Sie ein Weitwinkelobjektiv (4–6 mm) verwenden und eine genaue Ausrichtung oder Kantenerkennung benötigen. Der Aligner (Schritt 2) ist auf gerade Kanten angewiesen, sodass eine unkorrigierte Verzeichnung zu unzuverlässiger Ausrichtung führen kann.
Überspringen Sie sie, wenn: Sie ein Objektiv mit längerer Brennweite (12 mm+) verwenden, bei dem die tonnenförmige Verzeichnung minimal ist und gerade Linien bereits gerade an den Bildrändern erscheinen.
Wenn Sie dies jetzt überspringen und später aktivieren, müssen Sie die Ausrichtung und alles Nachfolgende erneut durchführen.
LED-Einstellungen
Der OV20i verfügt über eine integrierte LED-Beleuchtung, die Sie direkt über das Imaging-Panel steuern können:
- Strobe Mode: Off (kontinuierlich) oder On (Blitz nur während der Aufnahme, was die Wärmeentwicklung reduziert und Strom spart)
- Light Pattern: Welche LEDs aktiv sind. Anpassen, um Blendung auf glänzenden Oberflächen zu reduzieren
- Light Intensity: Niedrig beginnen und erhöhen, bis das Bild gut ausgeleuchtet ist, ohne Hotspots
Weitere nützliche Einstellungen
| Einstellung | Funktion | Wann anpassen |
|---|---|---|
| White Balance | Passt die Farbtemperatur an | Auto bei variabler Beleuchtung, manuell bei konstanten Setups |
| Gamma | Passt die Helligkeit der Mitteltöne an | Wenn das Bild in den Schatten zu dunkel ist, die Lichter aber in Ordnung sind |
| Image Rotation | Dreht das Bild um 0 oder 180 Grad | Wenn die Kamera kopfüber montiert ist |
| Photometric Control | Mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen LED-Winkeln, kombiniert | Zur Erkennung subtiler Oberflächenfehler auf reflektierenden Teilen |
Eine gute Faustregel: Wenn Sie den Fehler oder das Merkmal im Kamerabild nicht deutlich erkennen können, wird die KI es auch nicht erlernen können. Zoomen Sie in die Bereiche hinein, die Sie inspizieren möchten, und bestätigen Sie, dass die Details sichtbar sind, bevor Sie fortfahren.
Wenn Fehler selten sind und Ihre Datenerfassung verlangsamen, verwenden Sie das Defect Creator Studio, um fotorealistische synthetische Fehlerbilder aus einem einzigen Bild eines guten Teils zu erzeugen. Wenn die Bildeinstellungen zuerst korrekt sind, stellen Sie sicher, dass die synthetischen Bilder Ihren realen Produktionsbedingungen entsprechen.
Wenn Sie die Bildeinstellungen nach dem Erfassen eines Templates ändern, müssen Sie das Template neu erfassen und die Ausrichtung erneut durchführen. Ihre Regions of Interest (ROIs) und das trainierte Modell müssen möglicherweise ebenfalls aktualisiert werden. Stellen Sie die Bildeinstellungen korrekt ein, bevor Sie fortfahren.
Vor dem Fortfahren überprüfen
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Überprüfen Sie die Kameraansicht und nehmen Sie mehrere Testbilder auf
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Überprüfen Sie, ob jedes Bild:
- Scharf ist (nicht unscharf)
- Gut ausgeleuchtet ist (keine dunklen Bereiche oder Hotspots)
- Konsistent ist (jede Aufnahme sieht ähnlich aus wie die letzte)
- Das Teil den größten Teil des Bildes ausfüllt
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Klicken Sie auf Save Imaging Settings
Checkliste für Bildeinstellungen
Bestätigen Sie vor dem Fortfahren:
- Fokus ist scharf: Kanten erscheinen in der Kameraansicht klar
- Belichtung ist eingestellt: Bild ist ohne Bewegungsunschärfe richtig ausgeleuchtet
- Gain ist minimal: Helligkeit kommt von der Beleuchtung, nicht von der digitalen Verstärkung
- Objektivverzeichnungskorrektur aktiviert (bei Verwendung eines Weitwinkelobjektivs)
- LED-Einstellungen konfiguriert: keine Blendung oder Hotspots
- Aufgenommene Bilder zeigen konsistente Ergebnisse von Aufnahme zu Aufnahme
- Einstellungen gespeichert
Bild sieht gut aus? Weiter zu Schritt 2: Ausrichtung.