Zum Hauptinhalt springen

KI-GESTÜTZTE DOKUMENTATION

Was möchten Sie wissen?

Architektur der Systemeinstellungen

Diese Seite erläutert die hierarchische Struktur und Organisation aller Systemkonfigurationselemente im OV80i und zeigt, wie verschiedene Einstellungsebenen zusammenwirken, um ein kohärentes Vision-System zu schaffen.

Überblick über die Konfigurationsarchitektur

Dreistufige Konfigurationshierarchie

Der OV80i organisiert Einstellungen in drei unterschiedliche Architekturebenen:

Konfigurationsebenen:

  • Geräteebene-Einstellungen – Hardware- und Systemgrundlage
  • Rezept-Ebene-Einstellungen – Inspektionsspezifische Konfigurationen
  • Globale Systemeinstellungen – Rezeptübergreifend gemeinsam genutzte Ressourcen und Richtlinien

Konfigurationsbereich und Vererbung

Beziehungen zwischen Einstellungen:

  • Geräteeinstellungen bilden die Grundlage für alle Operationen
  • Rezepteinstellungen erben Gerätefähigkeiten, definieren jedoch spezifische Verhaltensweisen
  • Globale Einstellungen wenden systemweite Richtlinien an, die alle Rezepte betreffen
  • Aktives Rezept bestimmt die aktuelle Betriebskonfiguration

Grundlage der Einstellungen auf Geräteebene

Hardware-Konfigurationsebene

Physische Systemkonfiguration:

  • Netzwerkidentität – IP-Adressierung, Subnetzkonfiguration, Protokollzuweisung
  • Digitale I/O-Zuweisung – NPN/PNP-Logik, Trigger-Eingänge, Status-Ausgänge
  • Energieverwaltung – 19–24 VDC-Eingangskonfiguration, thermischer Schutz
  • Port-Konfiguration – M12 Ethernet, Micro-USB-Notfallzugang, serielle Kommunikation

Systemidentität und Sicherheit

Geräteübergreifende Authentifizierung:

  • Benutzerverwaltung – Berechtigungsstufen Engineer/Supervisor/Operator
  • Zugriffskontrolle – Authentifizierungsanforderungen und Sitzungsverwaltung
  • Geräteidentität – Seriennummern, Softwareversionierung, Aktivierungsstatus
  • Notfallzugang – Micro-USB-Wiederherstellungsverfahren und Bypass-Methoden

Firmware- und Software-Architektur

Systemsoftware-Ebene:

  • Kernsystemdienste – Kamerasteuerung, KI-Verarbeitung, Netzwerkkommunikation
  • Node-RED-Plattform – Rezeptspezifische Automatisierungs-Workflows (Node-RED ist in jedem Rezept enthalten)
  • Update-Verwaltung – Softwareversionskontrolle und Upgrade-Verfahren
  • Systemüberwachung – Health-Checks, Diagnose-Reporting, Fehlerbehandlung

Versionsverwaltung:

  • Rezeptkompatibilität – Ältere Rezepte können auf neueren Softwareversionen geöffnet werden
  • Versions-Upgrade – Beim Speichern werden Rezepte automatisch auf die aktuelle Softwareversion aktualisiert
  • Downgrade-Einschränkungen – Software-Downgrades erfordern Support-Unterstützung und löschen alle Kameradaten
hinweis

Konfiguration auf Rezept-Ebene

Inspektionskonfigurationshierarchie

Rezeptspezifische Einstellungen:

  • Bildgebungsparameter – Belichtung, Fokus, Objektiveinstellungen, Beleuchtungskonfiguration
  • Template und Ausrichtung – Mustererkennungs-Setup, Konfidenzschwellen, Suchbereiche
  • KI-Modellauswahl – Klassifizierung vs. Segmentierung, Trainingsmodi, Genauigkeitseinstellungen
  • Trigger-Konfiguration – Manueller, Hardware-, PLC-, Aligner- oder Intervall-Triggermodus

Rezeptzustandsverwaltung

Aktive vs. inaktive Konfiguration:

  • Einzelnes aktives Rezept – Es ist immer nur ein Rezept gleichzeitig betriebsbereit
  • Rezeptwechsel – Aktivierungs-/Deaktivierungsverfahren und Systemzustandsänderungen
  • Konfigurationsvalidierung – Kompatibilitätsprüfungen der Einstellungen und Fehlererkennung
  • Rezeptabhängigkeiten – Template-Bilder, Trainingsdaten und Modellanforderungen
  • Node-RED-Integration – Jedes Rezept enthält eigene Node-RED-Automatisierungs-Workflows

Inspektions-Workflow-Architektur

Rezeptausführungs-Pipeline:

  • Trigger-Verarbeitung – Eingangssignalverarbeitung und Aufnahmestart
  • Bildaufnahme – Kamerasteuerung und Bildaufnahmeverfahren
  • KI-Verarbeitung – Modellausführung und Ergebnisgenerierung
  • Ausgangskommunikation – Digitale I/O-, PLC- und HMI-Ergebnisübermittlung

Globale Systemeinstellungen

Rezeptübergreifend gemeinsam genutzte Ressourcen

Systemweite Datenverwaltung:

  • Library-Speicherung – Bildaufnahmehistorie mit automatischer Bereinigung bei vollem Speicher
  • Speicherverwaltung – SD-Karten-Zuteilung, Aufbewahrungsrichtlinien, Löschung der ältesten Daten zuerst
  • Schutz der Trainingsdaten – Trainingsbilder werden unabhängig von Speicherbeschränkungen erhalten
  • Datenexport/-import – Rezeptsicherung, Wiederherstellung und Übertragungsfunktionen
  • Systemprotokolle – Diagnosedaten, Fehlerverfolgung und Leistungsüberwachung
  • Speicherung kleiner Dateien – Die Kamera kann kleine Referenzdateien (CSV usw.) für den Node-RED-Zugriff speichern

Speicherhierarchie:

  • Trainingsdaten – Höchste Priorität, werden niemals automatisch gelöscht
  • Aktuelle Aufnahmen – Neueste Bilder werden zuerst bewahrt
  • Älteste Aufnahmen – Werden automatisch gelöscht, wenn der Speicher fast voll ist
  • Referenzdateien – Kleine Dateien für Node-RED-Workflows (müssen klein bleiben)

Kommunikation und Integration

Externe Systemkonnektivität:

  • Netzwerkprotokolle – Konfiguration von Ethernet/IP, Profinet, TCP-Kommunikation
  • Industrielle Integration – PLC-Kommunikationsparameter und Datenaustauschformate
  • Node-RED-Workflows – Rezeptspezifische Automatisierungslogik und Integration von Drittsystemen
  • Remote-Überwachung – Webinterface-Zugriff und Diagnosefunktionen
  • Dateizugriff – Kleine Referenzdateien (CSV usw.), zugänglich für Node-RED-Workflows

Systemweite Richtlinien

Betriebssteuerung:

  • Standardverhalten – Fallback-Einstellungen und Fehlerbehandlungsverfahren
  • Leistungsoptimierung – Systemressourcenzuteilung und Verarbeitungsprioritäten
  • Wartungspläne – Automatisierte Bereinigung, Health-Checks und Systemvalidierung
  • Datenaufbewahrung – Archivierungsrichtlinien, Speichergrenzen und Datenlebenszyklusmanagement

Konfigurationsverwaltung

Persistenz und Wiederherstellung von Einstellungen

Architektur der Konfigurationssicherung:

  • Rezeptexport/-import – Sicherung und Wiederherstellung einzelner Rezepte
  • Systemkonfiguration – Erhalt der Einstellungen auf Geräteebene
  • Werksreset – Vollständige Systemwiederherstellung auf den Standardzustand
  • Notfallwiederherstellung – USB-basierter Konfigurationszugriff und Reparatur

Versionskompatibilität:

  • Software-Updates – Migration der Einstellungen bei Systemupgrades
  • Handhabung von Rezeptversionen – Ältere Rezepte öffnen sich in neuerer Software, beim Speichern wird die Version aktualisiert
  • Downgrade-Einschränkungen – Software-Downgrades erfordern Support-Unterstützung und löschen alle Daten
  • Abwärtskompatibilität – Unterstützung älterer Konfigurationen mit automatischer Versionskonvertierung

Änderungsmanagement und Validierung

Konfigurationssteuerung:

  • Änderungsverfolgung – Änderungshistorie und Audit-Trails
  • Validierung der Einstellungen – Konflikterkennung und Kompatibilitätsprüfung
  • Rollback-Verfahren – Wiederherstellung nach fehlgeschlagenen Konfigurationsänderungen
  • Test-Workflows – Konfigurationsvalidierung und Leistungsverifizierung

Konsistenz des Systemzustands

Architektonische Integrität:

  • Konfigurationsabhängigkeiten – Schichtübergreifende Einstellungsbeziehungen und Validierung
  • Ressourcenzuteilung – Systemressourcenverwaltung über Konfigurationsebenen hinweg
  • Leistungsauswirkungen – Einstellungsänderungen und Auswirkungen auf die Systemleistung
  • Betriebskontinuität – Konfigurationsänderungen ohne Produktionsunterbrechung

Konfigurationsprioritätsmatrix

EinstellungskategorieGeräteebeneRezeptebeneGlobale EbeneÜberschreibung durch aktives Rezept
Netzwerkidentität✅ Primär❌ N/A❌ N/A❌ N/A
Benutzerberechtigungen✅ Primär❌ N/A❌ N/A❌ N/A
BildgebungsparameterHardware-Limits✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
KI-Modellauswahl❌ N/A✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
Trigger-KonfigurationHardware-Fähigkeit✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
DatenspeicherungHardware-KapazitätNutzung✅ Primär❌ N/A
KommunikationsprotokolleSchnittstellenkonfig.Rezeptdaten✅ PrimärRezeptdaten

🔗 Siehe auch