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Netzwerk: IP/Subnetz
Diese Seite erläutert die für die ordnungsgemäße Bereitstellung und Verwaltung von OV20i-Kameras in industriellen Netzwerkumgebungen wesentlichen Konzepte zur IP-Adressierung und Subnetzen.
Grundlagen der IP-Adressierung für OV20i
Standard-Netzwerkkonfiguration
Die OV20i wird mit vordefinierten Netzwerkeinstellungen geliefert, die eine sofortige Inbetriebnahme ermöglichen:
Werkseitige Standardeinstellungen:
- Primäre IP-Adresse:
192.168.0.100(statisch) - Subnetzmaske:
255.255.255.0(/24-Netzwerk) - Notfall-USB-IP:
192.168.55.1(fest, nicht konfigurierbar) - DHCP: Standardmäßig deaktiviert
IP-Adressen werden im Format XXX.XXX.XXX.YYY angegeben. Sie werden in der Regel von Ihrer IT-Abteilung festgelegt, wobei XXX.XXX.XXX für alle Geräte identisch sein sollte und YYY gerätespezifisch ist. Wählen Sie daher für Ihren Computer eine IP-Adresse, die noch nicht von einem anderen Gerät an der Linie verwendet wird.
Anforderungen an die Netzwerkerreichbarkeit
Prinzip des gleichen Subnetzes: Beim Verbinden Ihres Computers mit der Kamera ist es wichtig sicherzustellen, dass sich beide Geräte im selben Subnetz befinden. Wenn Ihr Computer und die Kamera unterschiedliche Subnetz-Konfigurationen aufweisen, kann Ihr Computer die Kamera möglicherweise nicht finden, und die Verbindung kann fehlschlagen.
Subnetzplanung und Netzwerkarchitektur
Subnetzsegmentierung verstehen
Erläuterung der Subnetzmaske 255.255.255.0:
Dieses Subnetz wird durch die Subnetzmaske 255.255.255.0 identifiziert. Geräte innerhalb dieses Subnetzes erhalten IP-Adressen wie 192.168.0.1, 192.168.0.2 usw.
Beispiel für ein einzelnes industrielles Subnetz:
Werksnetzwerk-Subnetz (192.168.0.x):
- OV20i-Kamera:
192.168.0.100(Werkseinstellung) - QR-Code-Leser:
192.168.0.20 - PLC-Steuerung:
192.168.0.50 - HMI-Panel:
192.168.0.30 - Steuerungs-PC:
192.168.0.10 - Subnetzmaske:
255.255.255.0 - Zweck: Alle Produktionsgeräte im selben Netzwerk für einfache Kommunikation
Alternative Subnetzzuweisung: Wenn Ihre Fabrik einen anderen Subnetzbereich verwendet, können alle Geräte entsprechend konfiguriert werden:
- OV20i-Kamera:
192.168.1.100 - QR-Code-Leser:
192.168.1.20 - PLC-Steuerung:
192.168.1.50 - Steuerungs-PC:
192.168.1.10 - Subnetzmaske:
255.255.255.0
Strategie zur gerätespezifischen IP-Zuweisung
Anforderung an eindeutige IP-Adressen:
Jedes Gerät im Netzwerk muss eine eindeutige IP-Adresse innerhalb seines Subnetzes haben. Der gerätespezifische Teil (YYY) sollte:
- Eindeutig sein – nicht von einem anderen Gerät an der Linie verwendet
- Dokumentiert sein – für Wartung und Fehlersuche erfasst
- Geplant sein – entsprechend Gerätetyp oder Standort zugewiesen
Statische IP-Adresse vs. DHCP-Konfiguration
Statische IP-Adressierung (empfohlen für Produktion)
Wann statische IP-Adressen verwenden:
- ✅ Produktionsumgebungen – konsistente, vorhersehbare Adressierung
- ✅ Kritische Systeme – eliminiert Abhängigkeiten vom DHCP
- ✅ Installationen mit mehreren Kameras – vereinfachte Verwaltung und Fehlersuche
- ✅ PLC-Integration – feste Adressierung für industrielle Protokolle erforderlich
Vorteile statischer IP-Adressen:
- Zuverlässigkeit – keine Abhängigkeit von der Verfügbarkeit eines DHCP-Servers
- Vorhersehbarkeit – konsistente Adressierung für Wartungsarbeiten
- Integration – erforderlich für viele industrielle Automatisierungssysteme
- Sicherheit – einfachere Implementierung von Zugriffskontrolle und Überwachung
DHCP-Adressierung (Entwicklung und Tests)
DHCP-Fähigkeit: Diese IP-Adresse ist konfigurierbar und kann automatisch per DHCP zugewiesen oder an Ihre Netzwerkanforderungen angepasst werden.
Wann DHCP verwenden:
- ✅ Entwicklungsumgebungen – Vereinfachte Netzwerkeinrichtung
- ✅ Testszenarien – Reduzierter Konfigurationsaufwand
- ✅ Temporäre Installationen – Schnelle Bereitstellung ohne IP-Planung
- ✅ Netzwerke mit DHCP-Reservierungen – Kombiniert DHCP-Komfort mit statischem Verhalten
⚠️ Vermeidung und Behebung von IP-Konflikten
Häufige Szenarien für IP-Konflikte
Router-IP-Konflikte:
Ihr Netzwerk verwendet möglicherweise dieselbe IP-Adresse wie die Kamera, z. B. 192.168.0.100 (einige Router haben dieselbe Standard-IP). Dies kann zu Verwirrung durch einen IP-Konflikt führen.
Präventionsstrategien: Um IP-Konflikte zu vermeiden und eine reibungslose Konnektivität Ihrer Kamera sicherzustellen, ist es wichtig, jedem Gerät in Ihrem Netzwerk eine eindeutige IP-Adresse zuzuweisen.
Erkennung und Behebung von IP-Konflikten
Erkennungsmethoden: Verwenden Sie ein IP-Scanner-Tool, um Geräte zu identifizieren, die dieselbe IP-Adresse verwenden.
Behebungsprozess: Wenn Konflikte gefunden werden, ändern Sie die IP-Adresse eines oder mehrerer Geräte, um Eindeutigkeit sicherzustellen und Konflikte zu beseitigen.
Notzugriff bei Konflikten: Bei IP-Konflikten empfiehlt es sich, die Verbindung über Micro-USB herzustellen und die IP-Adresse auf eine eindeutige Einstellung zu ändern.
Industrielle Netzwerkintegration
Anforderungen an die TCP-Kommunikation
Kompatibilität des Netzwerkbereichs: Die IP-Adresse der Kamera muss sich im selben Bereich wie das Gerät befinden, mit dem sie kommuniziert.
Node-RED TCP-Integration:
- TCP-Eingangsports – Kamera lauscht auf zugewiesenen Ports
- TCP-Ausgang – Kamera sendet Daten an angegebene Geräte-IP-Adressen
- Portverwaltung – Zuweisung freier Ports für die Kommunikation
- IP-Bereichsabgleich – Stellt erfolgreiche Geräte-zu-Geräte-Kommunikation sicher
Netzwerktopologie mit mehreren Kameras
Subnetzplanung für mehrere Kameras:
- Kamera 1:
192.168.0.101 - Kamera 2:
192.168.0.102 - Kamera 3:
192.168.0.103 - Steuerungs-PC:
192.168.0.10 - PLC-Gateway:
192.168.0.50
Vorteile der Netzwerksegmentierung:
- Traffic-Isolation – Trennt Vision-Datenverkehr vom Steuerungsverkehr
- Leistungsoptimierung – Reduziert Netzwerküberlastung
- Sicherheitsverbesserung – Begrenzt den Zugriff zwischen Netzwerksegmenten
- Vereinfachte Fehlersuche – Isoliert Probleme auf bestimmte Subnetze
Best Practices für die Konfiguration
Anforderungen an die Netzwerkdokumentation
- IP-Adressregister – Dokumentation aller zugewiesenen Adressen
- Subnetzkarten – Visuelle Darstellung der Netzwerktopologie
- Geräteinventar – Zuordnung von IP-Adressen zu physischen Geräten
- Änderungsmanagement – Nachverfolgung von IP-Adressänderungen über die Zeit
Notfallzugriffsplanung
Micro-USB-Wiederherstellung:
- Feste IP:
192.168.55.1(umgeht die Netzwerkkonfiguration) - Keine Konfiguration erforderlich – Immer zugänglich, unabhängig von den Netzwerkeinstellungen
- Wiederherstellungszweck – Ändern der IP-Einstellungen bei fehlendem Netzwerkzugriff
- Tool zur Fehlersuche – Diagnose und Behebung von Konnektivitätsproblemen
Netzwerküberwachung und Wartung
Laufendes Netzwerkmanagement:
- IP-Scanner-Tools – Regelmäßige Konflikterkennung
- Performance-Monitoring – Netzwerkauslastung und Antwortzeiten
- Dokumentationsaktualisierungen – Pflege aktueller Netzwerkpläne
- Sicherheitsaudits – Regelmäßige Überprüfung von Netzwerkzugriffen und Berechtigungen
Netzwerkanforderungen für IT-Teams
Dieser Abschnitt ist dafür gedacht, vor der Bereitstellung mit Ihrem IT- oder Network-Engineering-Team geteilt zu werden. Der OV20i arbeitet als eigenständiger lokaler Server: Alle AI-Inferenzen, die Bildspeicherung und die Benutzeroberfläche laufen auf dem Gerät selbst. Für den täglichen Betrieb ist keine Cloud-Anbindung erforderlich. Benutzer greifen über einen Webbrowser im Werks-LAN auf das System zu.
Die Kamera aktiviert sich beim ersten Anschluss lokal – kein Internet erforderlich. Das Gerät, die Konfiguration und die Inspektionen laufen vollständig in Ihrem lokalen Netzwerk.
Zusammenfassung der Netzwerkanforderungen
| Anforderung | Details |
|---|---|
| Netzwerkgeschwindigkeit | Gigabit Ethernet (1 Gbps) empfohlen für beste Dashboard- und Image-Library-Performance |
| Ethernet-Schnittstelle | 10/100/1000 Base-T, M12 X-Coded-Stecker (M12-auf-RJ45-Kabel im Lieferumfang) |
| IP-Konfiguration | Statische IP empfohlen für den Produktionsbetrieb; DHCP wird ebenfalls unterstützt |
| Standard-IP-Adresse | 192.168.0.100 (statisch, konfigurierbar) |
| Standard-Subnetz | 192.168.0.X / 255.255.255.0 (/24) |
| Erforderlicher Port | TCP Port 80 (HTTP). Port 443 (HTTPS) optional, kann für verschlüsselten Zugriff aktiviert werden |
| Unterstützte Browser | Google Chrome (empfohlen), Microsoft Edge oder Safari. Firefox wird nicht unterstützt |
| Cloud-/Internetzugriff | Nicht erforderlich. Aktivierung, Konfiguration und Inspektionen laufen alle im lokalen Netzwerk |
| Notfall-USB-IP | 192.168.55.1 (jederzeit über USB-Verbindung zur Wiederherstellung verfügbar) |
Bandbreitenanforderungen
Live-Videostream
Der OV20i stellt einen browserbasierten Livestream mit einer festen Rate von 5 Mbps pro aktiver Browsersitzung bereit. Wenn mehrere Benutzer den Livestream gleichzeitig betrachten, ist dieser Wert entsprechend zu multiplizieren.
Dashboard und Image Library
Das Durchsuchen der geräteinternen Image Library (Überprüfung erfasster Inspektionsbilder, Trainingsdaten usw.) profitiert erheblich von einer Gigabit-Verbindung. Bei langsameren Verbindungen wirkt das Laden großer Bildmengen träge.
Bilddatenübertragung an MES / externe Systeme
Wenn Ihre Bereitstellung erfasste Inspektionsbilder von der Kamera an ein MES, einen Data Historian oder Netzwerkspeicher sendet, hängt die erforderliche Bandbreite von Ihrer Inspektionszykluszeit und der Anzahl der Kameras ab. Jedes erfasste Bild ist bei voller Auflösung von 1,6 MP ungefähr ~0,5 MB groß. Verwenden Sie die folgende Formel, um Ihren dauerhaften Bandbreitenbedarf abzuschätzen:
Bandbreite (Mbps) = Bilder pro Sekunde x 0,5 MB x 8 Bit x Anzahl der Kameras
| Szenario | Zykluszeit | Kameras | Dauerhafte Bandbreite |
|---|---|---|---|
| Langsame Linie | 1 Bild alle 30 Sek. | 1 | ~0,13 Mbps |
| Typische Linie | 1 Bild pro Sekunde | 1 | ~4 Mbps |
| Schnelle Linie | 3 Bilder pro Sekunde | 1 | ~12 Mbps |
| Mehrere Kameras | 1 Bild pro Sekunde | 4 | ~16 Mbps |
| Mehrere Kameras mit hohem Durchsatz | 3 Bilder pro Sekunde | 4 | ~48 Mbps |
Die Aufnahmerate allein verbraucht keine Netzwerkbandbreite, solange die Bilder auf der Kamera gespeichert und verarbeitet werden. Die Netzwerklast steigt, wenn das Live-Video betrachtet wird, Bilder in der Library durchsucht werden oder Aufnahmen in Echtzeit an externe Systeme exportiert werden.
PLC-/Industrieprotokoll-Datenverkehr (EtherNet/IP, PROFINET, OPC UA) ist vernachlässigbar und besteht typischerweise aus kleinen Pass/Fail-Nutzdaten im Bytebereich.
Ports, Dienste und Firewall-Konfiguration
Die OV20i nutzt im Standardbetrieb einen minimalen Netzwerk-Footprint.
| Zweck | Richtung | Port / Dienst | Erforderlich | Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Web-UI (Standard) | Zur Kamera | TCP 80 | Ja | Standard-Browserzugriff auf die lokale Oberfläche |
| Web-UI (sicher) | Zur Kamera | TCP 443 | Optional | Wird verwendet, wenn HTTPS aktiviert ist. HTTP bleibt standardmäßig verfügbar |
| Produktaktivierung | Lokal | Keiner | n. z. | Aktivierung erfolgt vollständig offline; kein Internetzugang erforderlich |
| Firmware-Updates | Kamera zum Internet | Internetzugang | Optional | Für normale lokale Inspektionen nicht erforderlich |
| Zeitsynchronisierung | Kamera zur NTP-Quelle | NTP (UDP 123) | Optional | Für die Produktion empfohlen, damit Zeitstempel präzise bleiben |
| Eigene Node-RED Integrationen | Kundenspezifisch | Kundenspezifisch | Optional | Alle benutzerdefinierten TCP-, MQTT-, REST- oder sonstigen Flows sollten je Anwendung dokumentiert werden |
Für den Standardbetrieb ist der einzige bestätigte Browser-Zugriffsport an der Kamera TCP 80, sofern der Kunde nicht HTTPS (TCP 443) aktiviert. Weitere Ports hängen vom konkret implementierten Industrieprotokoll oder der Node-RED Anpassung für die Linie ab.
Sicherheits- und Zugriffsempfehlungen
- Ausschließlich kabelgebundenes Ethernet verwenden. WLAN für Produktionszugriff oder Live-Monitoring vermeiden, da instabile Funkbandbreite zu Einfrieren oder Verbindungsabbrüchen führen kann.
- In dediziertem VLAN isolieren. Platzieren Sie die Kamera in einem Produktions-VLAN oder eingeschränkten Netzwerksegment und erlauben Sie den Zugriff nur von freigegebenen Engineering- und Betriebs-Endpunkten.
- HTTPS aktivieren, wenn segmentübergreifend geroutet wird. Wenn die Kamera über geroutete VLANs, per VPN oder unter einer Unternehmens-Verschlüsselungsrichtlinie erreichbar sein muss, aktivieren Sie HTTPS (TCP 443) am Gerät.
- Statische Adressierung oder DHCP-Reservierungen verwenden, damit die Kamera-IP für Bediener, HMIs, PLCs und Supportpersonal stabil bleibt.
- Standardpasswörter ändern und alle IP-Zuweisungen sowie alle für die Linie geöffneten benutzerdefinierten Integrationsports dokumentieren.
- Telemetrie kann in den Systemeinstellungen je nach Kundenrichtlinie aktiviert oder deaktiviert werden.
Integration von Industrieprotokollen
Die OV20i unterstützt die folgenden industriellen Kommunikationsprotokolle für die PLC- und MES-Integration. Diese laufen über dieselbe Ethernet-Verbindung.
- EtherNet/IP
- PROFINET
- OPC UA
- Modbus TCP
- MQTT (über integriertes Node-RED für benutzerdefinierte Integrationen)
- Digitale I/O: 2 digitale Ausgänge (NPN sinking), 2 digitale Eingänge + 1 Trigger-Eingang (fest verdrahtet über M12-Steckverbinder, nicht über Netzwerk)
Checkliste vor der Inbetriebnahme für IT-Teams
- Eindeutige Kamera-IP zugewiesen oder DHCP-Reservierung erstellt (Standard: 192.168.0.100)
- Kamera und autorisierte Client-Geräte können sich im vorgesehenen Subnetz oder über den gerouteten Pfad gegenseitig erreichen
- Subnetzmaske stimmt auf allen kommunizierenden Geräten überein (typischerweise 255.255.255.0)
- TCP-Port 80 eingehend zur Kamera-IP zugelassen, bzw. TCP 443, falls HTTPS aktiviert ist
- Internetzugang freigegeben, falls Firmware-Updates oder Cloud-gestützte Funktionen (z. B. tools.overview.ai) benötigt werden (nicht erforderlich für Aktivierung, Konfiguration oder Inspektionen)
- NTP-Quelle verfügbar, falls Zeitstempel-Synchronisierung in der Produktion erforderlich ist
- Gigabit-Ethernet durchgängig bis zum Netzwerkanschluss der Kamera bestätigt
- Chrome- oder Edge-Workstation für Einrichtung und Validierung verfügbar
- Kamera im passenden VLAN platziert, Zugriff auf freigegebene Endpunkte beschränkt
- Bildübertragungsbandbreite anhand von Taktzeit und Kameraanzahl abgeschätzt
- Live-Ansicht, Rezeptzugriff und Bibliotheksleistung aus dem tatsächlichen Produktionsnetzwerk getestet
- Alle Anforderungen an PLC- oder Node-RED Custom-Integrationen separat dokumentiert und durch Controls / IT freigegeben