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KI-GESTÜTZTE DOKUMENTATION

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Architektur der Systemeinstellungen

Diese Seite erläutert die hierarchische Struktur und Organisation aller Systemkonfigurationselemente im OV20i und zeigt, wie verschiedene Einstellungsebenen zusammenwirken, um ein kohärentes Bildverarbeitungssystem zu bilden.

Überblick über die Konfigurationsarchitektur

Dreistufige Konfigurationshierarchie

Der OV20i organisiert Einstellungen in drei verschiedene Architekturebenen:

Konfigurationsebenen:

  • Geräteebene-Einstellungen – Hardware- und Systemgrundlage
  • Rezept-Einstellungen – inspektionsspezifische Konfigurationen
  • Globale Systemeinstellungen – rezeptübergreifend genutzte Ressourcen und Richtlinien

Konfigurationsbereich und Vererbung

Beziehungen zwischen Einstellungen:

  • Geräteeinstellungen bilden die Grundlage für alle Operationen
  • Rezepteinstellungen erben die Gerätefähigkeiten, definieren jedoch spezifische Verhaltensweisen
  • Globale Einstellungen wenden systemweite Richtlinien an, die alle Rezepte betreffen
  • Aktives Rezept bestimmt die aktuelle Betriebskonfiguration

Grundlagen der Einstellungen auf Geräteebene

Hardware-Konfigurationsebene

Konfiguration des physischen Systems:

  • Netzwerkidentität – IP-Adressierung, Subnetzkonfiguration, Protokollzuweisung
  • Digitale I/O-Zuweisung – NPN/PNP-Logik, Trigger-Eingänge, Status-Ausgänge
  • Energieverwaltung – 19–24 VDC Eingangskonfiguration, thermischer Schutz
  • Port-Konfiguration – M12 Ethernet, Micro-USB-Notfallzugang, serielle Kommunikation

Systemidentität und Sicherheit

Geräteweite Authentifizierung:

  • Benutzerverwaltung – Berechtigungsebenen Engineer/Supervisor/Operator
  • Zugriffskontrolle – Authentifizierungsanforderungen und Sitzungsverwaltung
  • Geräteidentität – Seriennummern, Softwareversionierung, Aktivierungsstatus
  • Notfallzugang – Micro-USB-Wiederherstellungsverfahren und Bypass-Methoden

Firmware- und Software-Architektur

Systemsoftware-Ebene:

  • Kern-Systemdienste – Kamerasteuerung, KI-Verarbeitung, Netzwerkkommunikation
  • Node-RED-Plattform – rezeptspezifische Automatisierungsabläufe (Node-RED ist in jedem Rezept enthalten)
  • Update-Verwaltung – Softwareversionskontrolle und Upgrade-Verfahren
  • Systemüberwachung – Zustandsprüfungen, Diagnoseberichte, Fehlerbehandlung

Versionsverwaltung:

  • Rezeptkompatibilität – Ältere Rezepte können in neueren Softwareversionen geöffnet werden
  • Versions-Upgrade – Beim Speichern werden Rezepte automatisch auf die aktuelle Softwareversion aktualisiert
  • Downgrade-Beschränkungen – Software-Downgrades erfordern Support-Unterstützung und löschen alle Kameradaten
hinweis

Konfiguration auf Rezeptebene

Hierarchie der Inspektionskonfiguration

Rezeptspezifische Einstellungen:

  • Bildgebungsparameter – Belichtung, Fokus, Objektiveinstellungen, Beleuchtungskonfiguration
  • Template und Ausrichtung – Mustererkennungs-Setup, Konfidenzschwellwerte, Suchbereiche
  • KI-Modellauswahl – Klassifikation vs. Segmentierung, Trainingsmodi, Genauigkeitseinstellungen
  • Trigger-Konfiguration – Manuell, Hardware, PLC, Aligner oder Intervall-Triggermodi

Verwaltung des Rezeptzustands

Aktive vs. inaktive Konfiguration:

  • Einzelnes aktives Rezept – Es ist immer nur ein Rezept gleichzeitig aktiv
  • Rezeptwechsel – Aktivierungs-/Deaktivierungsverfahren und Systemzustandsänderungen
  • Konfigurationsvalidierung – Kompatibilitätsprüfungen der Einstellungen und Fehlererkennung
  • Rezeptabhängigkeiten – Template-Bilder, Trainingsdaten und Modellanforderungen
  • Node-RED-Integration – Jedes Rezept enthält eigene Node-RED-Automatisierungsabläufe

Architektur des Inspektions-Workflows

Pipeline zur Rezeptausführung:

  • Trigger-Verarbeitung – Verarbeitung des Eingangssignals und Initiierung der Bildaufnahme
  • Bildaufnahme – Kamerasteuerung und Bildaufnahmeverfahren
  • KI-Verarbeitung – Modellausführung und Ergebnisgenerierung
  • Ausgabekommunikation – Ergebnisübertragung über Digital-I/O, PLC und HMI

Globale Systemeinstellungen

Rezeptübergreifend genutzte Ressourcen

Systemweites Datenmanagement:

  • Bibliotheksspeicher – Bildaufnahmehistorie mit automatischer Bereinigung bei vollem Speicher
  • Speicherverwaltung – SD-Karten-Zuweisung, Aufbewahrungsrichtlinien, Löschung der ältesten Daten zuerst
  • Schutz der Trainingsdaten – Trainingsbilder werden unabhängig von Speicherbeschränkungen erhalten
  • Datenexport/-import – Rezept-Backup, Wiederherstellung und Übertragungsfunktionen
  • Systemprotokolle – Diagnosedaten, Fehlerverfolgung und Leistungsüberwachung
  • Kleindateispeicher – Die Kamera kann kleine Referenzdateien (CSV usw.) für den Zugriff durch Node-RED speichern

Speicherhierarchie:

  • Trainingsdaten – höchste Priorität, niemals automatische Löschung
  • Aktuelle Aufnahmen – neueste Bilder werden zuerst erhalten
  • Älteste Aufnahmen – automatische Löschung bei nahezu vollem Speicher
  • Referenzdateien – kleine Dateien für Node-RED-Workflows (müssen klein bleiben)

Kommunikation und Integration

Anbindung externer Systeme:

  • Netzwerkprotokolle – Ethernet/IP, Profinet, TCP-Kommunikationskonfiguration
  • Industrielle Integration – PLC-Kommunikationsparameter und Datenaustauschformate
  • Node-RED-Workflows – rezeptspezifische Automatisierungslogik und Drittanbieter-Systemintegration
  • Fernüberwachung – Zugriff über Webschnittstelle und Diagnosefunktionen
  • Dateizugriff – kleine Referenzdateien (CSV usw.) sind für Node-RED-Workflows zugänglich

Systemweite Richtlinien

Betriebsführung:

  • Standardverhalten – Fallback-Einstellungen und Fehlerbehandlungsverfahren
  • Leistungsoptimierung – Systemressourcenzuweisung und Verarbeitungsprioritäten
  • Wartungspläne – automatisierte Bereinigung, Zustandsprüfungen und Systemvalidierung
  • Datenaufbewahrung – Archivierungsrichtlinien, Speicherbegrenzungen und Datenlebenszyklus-Management

Konfigurationsverwaltung

Persistenz und Wiederherstellung der Einstellungen

Architektur des Konfigurations-Backups:

  • Rezeptexport/-import – Backup und Wiederherstellung einzelner Rezepte
  • Systemkonfiguration – Erhaltung der Einstellungen auf Geräteebene
  • Werksreset – vollständige Wiederherstellung des Systems in den Standardzustand
  • Notfallwiederherstellung – USB-basierter Konfigurationszugriff und Reparatur

Versionskompatibilität:

  • Software-Updates – Migration der Einstellungen bei System-Upgrades
  • Handhabung von Rezeptversionen – ältere Rezepte öffnen sich in neuerer Software, das Speichern aktualisiert die Version
  • Downgrade-Beschränkungen – Software-Downgrades erfordern Support-Unterstützung und löschen alle Daten
  • Abwärtskompatibilität – Unterstützung älterer Konfigurationen mit automatischer Versionskonvertierung

Änderungsverwaltung und Validierung

Konfigurationskontrolle:

  • Änderungsverfolgung – Änderungsverlauf und Audit-Trails
  • Einstellungsvalidierung – Konflikterkennung und Kompatibilitätsprüfung
  • Rollback-Verfahren – Wiederherstellung nach fehlgeschlagenen Konfigurationsänderungen
  • Test-Workflows – Konfigurationsvalidierung und Leistungsverifizierung

Konsistenz des Systemzustands

Architektonische Integrität:

  • Konfigurationsabhängigkeiten – ebenenübergreifende Einstellungsbeziehungen und Validierung
  • Ressourcenzuweisung – Verwaltung der Systemressourcen über Konfigurationsebenen hinweg
  • Leistungsauswirkungen – Einstellungsänderungen und ihre Auswirkungen auf die Systemleistung
  • Betriebskontinuität – Konfigurationsänderungen ohne Produktionsunterbrechung

Konfigurations-Prioritätsmatrix

EinstellungskategorieGeräteebeneRezeptebeneGlobale EbeneAktives Rezept überschreibt
Netzwerkidentität✅ Primär❌ N/A❌ N/A❌ N/A
Benutzerberechtigungen✅ Primär❌ N/A❌ N/A❌ N/A
BildgebungsparameterHardware-Grenzen✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
KI-Modellauswahl❌ N/A✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
Trigger-KonfigurationHardware-Fähigkeit✅ Primär❌ N/A✅ Aktives Rezept
DatenspeicherungHardware-KapazitätNutzung✅ Primär❌ N/A
KommunikationsprotokolleSchnittstellen-Konfig.Rezeptdaten✅ PrimärRezeptdaten

🔗 Siehe auch